9.12.16

presque incroyable



äußerst bizarr und nahezu unglaublich, dass ich meiner allerliebsten mousse au chocolat hier noch kein plätzchen zugedacht habe. meinem gaumengedanklichen locus amoenus, seit kindheitstagen schon. tante-isl-creme hieß sie da bei uns – und sie tut es immer noch. nach der großtante, die sie aufs exquisiteste rührte. wie folgt.

:: mousse au chocolat | tante-isl-creme ::

200 gramm milchschokolade und 150 gramm zartbitterschokolade im wasserbad schmelzen. abkühlen lassen und mit 250 ml geschlagener sahne verrühren. den schnee von 8 eiklar unterheben und im kühlschrank kaltstellen.

c'est tout.

so einfach.
so gut.
ein festdessert.

stelldichein der unglaublichkeiten.

6.12.16

für kleine trapezkünstler



mittlerweile formidabel im alltag gelandet, ist das leben mit unseren zwei mücken ein durch und durch beschauliches. diese zwei kleinen wesen sind so unfassbar entspannt und zufrieden, dass wir hier sogar zum werkeln kommen; zum spieltrapezbasteln beispielsweise. eines zu finden – zumal zwillingsdimensioniert –, das mir keine augenschmerzen bereitet, hat sich nämlich als schier unmöglich herausgestellt. daher also. orientiert haben wir uns dabei an diesem hübschen exemplar.

für unsere doppelversion haben wir die maße adaptiert und folgendes an material verwendet ::

4 holzleisten (1,5 x 4,5 x 60 cm)
1 rundstab (100 cm lang; 2,2 cm durchmesser)
lederbänder
holzperlen
glöckchen (das mückenhighlight!)
strickherzen (von der lieben frau.mai)

die lederbänder sind nur herumgebunden — lässt spielraum in sachen baumeleiposition. ansonsten im grunde alles wie dort beschrieben.

alle glücklich. alle entspannt. alle zufrieden. meine augen auch.


verlinkt mit :: creadienstag

18.11.16

alles gut





zwei als zwerge verkleidete mücken führen
seit mittlerweile zwei wochen im hause ulma ein sehr beschauliches leben.
alles ist gut geworden.
und so wird es bleiben. hoffentlich. bestimmt.
es ist unfassbar schön, zwei so liebe kleine wesen hier haben zu dürfen.

.

so viel für alle nicht-instagram-begleiter_innen in aller kürzewürze.
mehr alsbald.


verlinkt mit :: freutag

28.10.16

zwischendurch gedankenbeamen



f.c.k. sind im übrigen die initialen der kleineren mücke





°

»Naja, das ist halt meine Art, dass ich sogar, wenn ich sehr traurig bin,
immer noch die komische Seite der Angelegenheit sehe.
Es hat ja auch alles eine komische Seite. Ich bin eben eine heitere Pessimistin.«

sagt christine nöstlingerich mag diese weltsicht.
sie hilft. wie auch das gedankliche wegbeamen in die profanität;
außerhalb des paralleluniversums, in dem wir uns gerade bewegen.
das gelingt nicht immer. aber zumindest zwischendurch.



da denke ich dann zum beispiel

.
.
.

an einen egg shape-mantel
fürs warmhaben in meiner liebsten jahreszeit,
die vor dem krankenhausfenster an mir vorbeizieht.

.

oder an cleo-schuhe,
die eigentlich gar nicht zum herbst passen,
aber einfach sehr, sehr hübsch sind.

.

oder auch daran, dass die teppichfrage immer noch ungeklärt ist.
dieses exemplar ist aktuell ein großer favorit.
wobei es fürs leben mit kindern vermutlich intelligenteres gibt als einen hellen teppich.
apropos :: mit dem gutscheincode XMAS20 gibts noch bis 30. oktober
20 % rabatt im urbanara-weihnachtsshop

.

oder an affen.
den von kay bojesen zum beispiel.
zu letzterem hier eine gute dschungellektüreorientierung.

.

oder an kürbis-quiche
das krankenhausessen ist ... naja ... ausbaufähig

.

oder an mückenstrickereien
geplant :: on the go-veralls


oder an und nach über die ansichten gerald hüthers,
von denen ich sehr viel halte

.

oder an die illustrationen von jane ray

.

oder an wunderbare musik für alle tage
::
das neue album von fräulein hona


.

oderoder

zwischendurch an profane lebensdinge denken
tut einfach gut

.

und zum denken minimalpaarhaft auch das danken
von ganzem herzen
euch
für eure wunderbaren kraftspenderundmutmacherworte
ich bin überwältigt
von der lebensechtheit der vermeintlichen virtualität

° d a n k e °


.

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27.10.16

papier papier



pompons nach der anleitung aus »ALLES PAPIER« 
sonja egger hat mich – vor jahren mittlerweile schon – mit ihrem blog ars pro toto gleich vom ersten klick an für sich eingenommen. eine so angenehm ruhige ästhetik herrscht dort, gepaart mit beeindruckendem einfallsreichtum. ganz zu schweigen von dem wunderbaren menschen dahinter.

druckfrisch gibt es jetzt ein ganz in diesem geiste stehendes diy-buch von ihr :: »ALLES PAPIER« umfasst 40 DIY-PROJEKTE ZUM NACHMACHEN, wie es im untertitel heißt. spürbar getragen sind sie allesamt von sonja eggers sensiblem blick auf diesen wunderbaren werkstoff. die vorgestellen projekte decken eine bandbreite ab, die direkt in die vielfältigkeit der be- und verarbeitungsmöglichkeiten eintauchen und die faszination papier greifbar werden lässt. den vier themenbereichen schenken, verpacken, wohnen und feiern zugeordnet finden sich darin leicht verständliche schritt-für-schritt anleitungen für kühlschrankmagnete genau so wie für papierschmuck, pop-up-karten, leuchtobjekte, utensilos, masken oder pappmachéschalen, um nur einige zu nennen – kopiervorlagen inklusive; und all das abseits des herkömmlichen und schon hundertmal gesehenen. eine kleine materialkunde und die anschauliche erklärung der wichtigsten basistechniken im zusammenhang mit der papierverarbeitung ergänzen die projekte. ein seitenblick aufs stempelschnitzen ist auch mit von der partie. und als sahnehäubchen obendrauf gibt es herausnehmbare papierbögen, designt von sonja egger, die im übrigen eine famose illustratorin ist. ihr merkt schon, ich bin schwer begeistert.



in der aufmachung findet das buch eine gute balance zwischen verspieltheit und zurückgenommener übersichtlichkeit. einzig in der papierwahl selbst – alles schön und qualitativ hochwertig, aber nichts, was sich großartig von anderen büchern dieser art abhebt – hätte der verlag noch ein schäuflein nachlegen können, um der thematik auch auf dieser ebene das gewisse etwas zu verleihen. aber das ist jammern auf hohem niveau und tut meiner empfehlung keinerlei abbruch.




»ALLES PAPIER« ist ein kleines schatzkästlein für papierwerkler_innen, am anfang stehende und passionierte gleichermaßen, und im übrigen eine feine geschenkidee. apropos schenken :: der haupt-verlag verlost zehn exemplare des buches – hier entlang. viel glück!

11.10.16

die kleine mücke und die kleinere mücke




ich darf vorstellen ::
die kleine mücke und die kleinere mücke,
am 20. september bei uns gelandet.


wer auf instagram mitschaut, weiß ja schon bescheid. auch dass mein »und dann bittebittebitte einfach alle gesund sein«-wunsch vom letzten eintrag leider nicht in erfüllung gegangen ist. eine woche lang waren wir im dankbaren glauben, alles sei gut. ein irrglaube, der sich zu unserem unfassbaren glück (ja!) trotz aller trickreichen hinterslichtführungsfinten schließlich gleichsam auf dem sprung nach hause doch noch als solcher entlarvt hat.

darüber reden mag ich überhaupt nicht, am liebsten niemanden sehen. aber schreiben – das geht, das fühlt sich richtiger an.

von vorne.

die kleinere mücke ist ein turner, unter einbezug der nabelschnur obendrein. sehr bald hatte er sich im bauch in den kopfstand begeben, während die kleine mücke da drinnen saß. irgendwann entschied sich dann die kleinere mücke, sich auch aufzusetzen – um den bruder abzuholen vermutlich. die kleine mücke verstand den hinweis und drehte sich alsbald nach unten; aber die kleinere mücke folgte nicht mehr nach, sondern blieb nun ihrerseits in sitzposition. eine natürliche geburt hatte ich mir gewünscht; die aussage im krankenhaus, dass beckenendlagen dort kaum mehr und sowieso nur noch von älteren ärzten entbunden werden und ich also, weil das mit den dienstzeiten letzterer gut kombiniere, idealerweise werktags zwischen 7 und 15 uhr wehend eintrudeln möge, ließ meine dahingehende hoffnung erheblich schwinden. durch ein paar glückliche fügungen tat sich schließlich eine woche, bevor die beiden mücken schlüpften, die unerwartete möglichkeit auf, zur entbindung in eine privatklinik zu gehen und die begleitende gynäkologin und hebamme selbst zu wählen. tatsächlich fand sich eine wundervolle ärztin, die bereit war, mich so kurz vor der geburt noch aufzunehmen und mit mir und den beiden mücken eine natürliche geburt zu versuchen; und auch gleich noch eine ebenso wundervolle hebamme zu organisieren. alles fügte sich, griff aufs reibungsloseste ineinander, ruckzuck.

dienstag, 5 uhr morgens, blasensprung. noch keine wehen. sicherheitshalber liegend mit der rettung in die klinik. gegen 6 uhr dann erste wehen. und um 9 uhr 23 war die kleine mücke geschlüpft. eine so schöne, so entspannte geburt. während die kleine mücke mit papa kuschelte, war ich nun vorfreudig gespannt auf die beckenendlagengeburt. aber die kleinere mücke führte anderes im schilde. mit ihren drehungen und purzeleien hatte sie sich hoffnungslos in der nabelschnur verstrickt, sodass sie keine möglichkeit hatte, nun nach unten zu rutschen. die herztöne fielen ab – notsectio. um 9 uhr 52, nur fünf minuten nach der entscheidung der gynäkologin, war die kleinere mücke auch geschlüpft, hatte eben den bauchausgang gewählt. ein kaiserschnitt, mit dem ich nicht nur gut leben kann, sondern für den ich unheimlich dankbar bin. die kleinere mücke hätte es anders nicht zu uns geschafft; und hatte auch so zu kämpfen, da sich die nabelschnur mitunter auch fest um den kleinen hals gezurrt hatte. die kleinere mücke war blass, die sauerstoffsättigung nicht gerade blendend. der grund dafür schien ja auf der hand zu liegen. bald würde sich alles einpendeln, waren wir überzeugt.

mir ging es nach der geburt formidabel – bis auf den höllisch brennenden schnitt in meinem bauch. und noch einmal bin ich dankbar für diesen kaiserschnitt. wäre der nicht gewesen, ich wäre vermutlich gleich am nächsten oder übernächsten tag nach hause gegangen. und dann wäre die geburt erst so kurz zurückgelegen, dass wir wohl vermutet hätten, die kleinere mücke hätte sich eben noch nicht ganz davon erholt und deswegen nicht so besonders großartige werte. nach einer woche hatte ich endlich das gefühl, mich wieder einigermaßen »normal« bewegen zu können, mehr als ein paar schritte in hexenbuckelhaltung zu schlurfen, zumindest irgendwie, zugegebenermaßen unter aufwendung aller mir zur verfügung stehenden verrenkungskünste, aus dem liegen ins sitzen zu kommen. zeit, nach hause zu gehen. im rahmen des üblichen entlassungsuntersuchungsprozederes wurde routinemäßig bei beiden mücken noch einmal die sauerstoffsättigung gemessen – und da zeigte sich, dass bei der kleineren mücke irgendwas nicht stimmte; bei diesem kleinen wesen, das die ganze woche über vor allem in anbetracht seiner nicht einmal 2500 gramm so unglaublich kräftig gewesen war und an der brust getrunken hatte wie ein kleiner weltmeister. dass sich am tag zuvor eine gewisse müdigkeit, erschöpftheit breit gemacht hatte, wurde auf die leicht erhöhten bilirubinwerte zurückgeführt und naturgemäß als nicht weiter bedenklich eingestuft. jetzt aber läuteten die alarmglocken. transfer auf die neonatologie und herzultraschall, fünf kardiologen am werk. banges warten. dann die diagnose :: ein sehr seltener, schwerer herzfehler. – –

eineinhalb tage später die überstellung mit dem hubschrauber ins kinderherzzentrum in linz. das füchslein konnte zunächst, bis das vermissen zu groß wurde, bei oma und opa bleiben, das hübschmadamchen pflegt glücklicherweise ein legeres verhältnis zur anwesenheit in der schule und begleitete uns nach linz, um die kleine mücke zu versorgen (hoch lebe die milchpumpe!), sodass wir, der monsieur und ich, bei der kleineren mücke sein konnten.

es ist alles verschwommen. die sich dehnenden minuten zusammengeschnalzt in ein wirres knäuel aus tränen, angst, haltlosigkeit.

nächster ankerpunkt :: die fünfstündige operation. die unglaubliche, außerhalb aller bekannten emotionen angesiedelte, hysterische erleichterung mit dem »alles ok« des chirurgen am telefon. eine stunde später endlich wieder bei der kleineren mücke.

alles entwickelt sich gut. verlegung zurück nach graz. die vierte intensivstation.

und jetzt – wir wissen es nicht. es gibt schritte nach vorne und schritte zurück. die magensonde, die schon weg war, wird wieder gebraucht, ebenso zusätzlicher sauerstoff. neue medikamente sind dazugekommen. ein austarieren. ein hoffen. ein abwarten. der kleine kämpfer. er macht das so gut. und es bricht mir das herz, ihn dort so liegen zu sehen und nichts tun zu können, als da zu sein (und viel zu wenig da zu sein, weil auch der bruder mich braucht), mit ihm zu reden, ihn zu streicheln, ihm vorzusingen, ...

geduld. geduld.
und viele liebe, kraftspendende gedanken.
danke für all die, die ihr unserer kleineren mücke und uns schon geschickt habt.
wer weiterschicken kann, der möge, bitte. wir können sie gut brauchen.

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9.9.16

irgendwann ist dann danach




illustration von elena odriozola





manchmal denke ich auch an danach

   

da wird z.b. der für das hübschmadamchen so wichtige maturaball sein.
und wir werden einiges zu inszenieren haben, um zumindest halbstundenweise abwechselnd hingehen zu können.
der körper wird dann noch recht post-schwanger sein.
eine gute schalenmöglichkeit vielleicht
::

.

wie verrückt freue ich mich auf »normale« hosen.
und noch mehr, dass es jetzt endlichendlich wieder solche nach meinem geschmack gibt
::
ooooooh yeah!

.

eine schuhtante bin ich ja sowieso.
vagabond mag ich grundsätzlich sehr.
schick und bequem
::

– daheim so –
finde ich unaufwändige chaos-aus-dem-blickfeld-beseitigung ziemlich gut.
immer schon und vermutlich bald noch mehr
::

lüftlings mag ich ungeordnetes.
ein mobile habe ich gebastelt
inspiriert von renilde de peuter.


herbstgeschmackslust macht mir die



die zeichnung ist von elena odriozola.



lesen ist hier sehr viel vorlesen.
das füchslein ist ein begnadeter zuhörer.
mittlerweile sind wir bei dickeren büchern angekommen,
drei, vier kapitel jeden abend.
ich hoffe, dass wir das beibehalten können.
jetzt steht jedenfalls ein dünneres auf der wunschliste
::
– klingt so gut –


lied, ja, lied.
dieses mag ich sehr.


auch fein zum lauschen
ein gutes gespräch
::



ansonsten machen wir uns schön langsam bereit.
für das, was noch vor dem danach kommt. und für das danach.

wir sind gut in der 36. woche angekommen. die dysbalancen haben sich zunehmend zurückgezogen und zuversicht und sogar einer gewissen gelassenheit platz gemacht. einer großen dankbarkeit und schon auch so etwas wie stolz. allen voran auf die zwei mücken, die so brav da drinnen ausharren, aller bewegungsunfreiheit zum trotz. und auch auf meinen körper, weil er das alles so cool hinnimmt und sich ohne zickereien anpasst an das, was gerade ist, mir sogar noch für ein dreiviertelstündchen täglich so etwas wie sport – naja, in einer sehr heruntergefahrenen riesenbauchversion – ermöglicht und meinem gefühl nach sogar dafür dankt.

für die zeit, bis wir einander haut an haut spüren dürfen, gibt es gar nicht mehr viel, was man sich noch wünschen dürfte, wenn alles so gut verlaufen ist wie bisher. wenn doch, dann wäre das, dass die süßen bauchbewohner sich und uns noch ein klein wenig zeit geben. zum bereitsein. und, ja klar, dass wir eine gute geburt haben. wunderbar wäre es, wenn die auf natürlichem wege vonstatten gehen könnte. ich hoffe es sehr. und will fest daran glauben, dass wir drei das gemeinsam schaffen. (und schicke dem sitzenden der beiden kleinen herrn beizeiten leise gedankenhinweise, dass uns da ein halber purzelbaum seinerseits schon mal gut entgegenkäme.) und dann bittebittebitte einfach alle gesund sein. – mehr als ein paar kleine wünschchen. aber so ist das wohl. danke allen, die an uns denken. wir werden euch auf dem laufenden halten.