31.12.13

licht + schatten



»Es ist Zeit, dass es Zeit wird.
Es ist Zeit.«
paul celan

licht und schatten — von beidem gab es im vergehenden jahr; und zeitweise viel zu viel von zweitem, als dass ein leichtes herz zu haben darin und daneben möglich gewesen wäre. aber es fühlte sich an, als würden sie unkonturierter, die dunklen stellen, durchlässiger, graugebrochen und von einem feinlichten filter bedeckt gegen sein ende hin. dass es stimmt, dass die richtung dieselbe bleibt, dass das strahlen mehr platz einnimmt als die finsternis — das wäre ein gelingendes jahr. 

ich wünsche es mir, euch, uns. von tiefstem herzen :: auf zeiten für augen, die vor schmunzeln fröhlich mit den krähenfüßen wackeln!

23.12.13

* * * * *



*
warten aufs baumhaus.
musik in den fliegerohren.
hoffentlich kommt das christkind auch tatsächlich aus der vermuteten richtung.
habt ein warmes und frohes weihnachtsfest, ihr lieben.

***

22.12.13

abwarten und ..




Estragon: Komm, wir gehen!
Wladimir: Wir können nicht.
Estragon: Warum nicht?
Wladimir: Wir warten auf Godot.
Estragon: Ah!

(samuel beckett »warten auf godot«)


*

und auf 
::
die schnupfenlosigkeit
+
das christkind


*
*   *
*  *  *
*


19.12.13

das füchslein küsst ...




... eine christbaumkugeldame. wie man sich eine solche samt beliebig großem freundeskreis selbst basteln kann, zeige ich hinter dem ab heute für euch offen stehenden türchen nummer 19 des SoLeb'Ich-Adventskalendershier gehts lang, kommt herein, ich freue mich. 




17.12.13

froh zu sein bedarf es wenig



beizeiten womöglich nur eines kleinen helmperlhuhnpostkartensets. ein solches gibt es heute zu gewinnen bei der formidablen stylingfieber-stephanie, die mich eingeladen hat, mich hinter einem adventkalendertürchen zu verstecken bei ihr. gutes losglück wünsche ich. und für alle, denen vor lauter gackern noch nicht die ohren klingeln und die ohne gewinn perlfrohheit zelebrieren wollen, gibt es das set auch käuflich zu erwerben; um € 5.50 + versandkosten (€ 1.00 innerhalb österreichs, € 2.00 ins eu-ausland & die schweiz); einfach via brieflein in der sidebar links anklopfen. frohes weiterglucksen.

16.12.13

das roteste an dieser grütze ...



... ist — abbildungsspezifisch betrachtet — meine erinnerung an ihre wahre erscheinung. danke, wetter. danke, licht. danke, fotoapparat. wie gut, dass bilder nicht alleine sprechen müssen. danke, worte.

wer weiß, wie sehr ich congee mag, dem schwant womöglich mein sympathiegehege [sicsicsic!] für die fünf-elemente-küche. dieses buch (und ich räume ein: wäre es mir nicht empfohlen worden, die umschlaggestaltung hätte mich wohl schon vom bloßen hineinblättern abgehalten) ist mir dabei seit jenen zeiten, da das füchslein optisch noch am ehesten einer bohne glich und damit vergleichsweise so viel mit seiner heutigen physiognomie zu tun hatte wie das bild meiner sich hier auf dem fein bedruckten, heimat.zine.ausgabe.02.special.edition.karamelo.leinengeschirrtuch in zurückhaltendem schwarz gebenden roten grütze mit sich selbst und ihrem namen, ein geschätzter ratgeber und begleiter geworden. aus ihm stammt auch das rezept für die realiter (s. diesmal nicht dem nichtwartenkönnen respektive zuspätansfotografierengedachthaben geschuldetes, sondern einzig der beweisführung dienenes halbaufgegessenfoto unten) rotschimmernde, die ich unter leichter abwandlung so gekocht habe:


300 g rote beeren (und ganz tcm-widrig habe ich mangels verfügbarkeit frischer exemplare tiefkühl-beeren verwendet) mit dem saft einer halben zitrone erhitzen, eine messerspitze kakao hinzufügen. einen kräftigen schluck roten traubensaft mit einem halben päckchen vanillepuddingpulver vermengen, unter die beeren rühren und kurz aufkochen lassen. mit agavendicksaft süßen und in gläser gefüllt abkühlen lassen.

gut für alle rotmäuler, noch besser, wenns ihnen an innerer ruhe und/oder erholsamem schlaf mangelt. wegen farbverzerrter fotos beispielsweise. solch widrigkeiten trotzend, kommen sie graugestuft daher, die zwei federtiere, angeflattert gekommen von ihr und ihr nebst geistig langlang umschwänzeltem halbem pudding. o o, wie ich mich freue. danke.


und — ich ergebe mich, du fotoquallicht und teile meine freude bildlos — wundervoll papiernes landete in dieser form, in jener und in der, letzteres naturgemäß fürs füchslein nebst kalender für mich von ihr. und ein solcher anderer auch noch von ihr. und dann noch hübscheste weihnachtspost von ihr. schne-de-reng peng peng. wahnsinn. danke. so sehr.

und zum krönenden linkstelldicheinabschluss ab zu ihrer allmontäglichen köstlichkeitensammlung und zurück in den adventuntergrund.

13.12.13

teetrinkzeit





weihnachtszeit ist nusszeit. und weihnachtszeit ist teetrinkzeit. mein liebster da: masala chai. die zusammenbrodelanleitung zeige ich heute bei lotta. santé!

11.12.13

das füchslein trägt ...



... (unwichtigerweise und der vollständigkeit halber dieses immer noch gut passende shirt und insbesondere) freudestrahlen im gesicht und handwärts den grund dafür: einen wunderköstlichen keksstern, im familienverbund mit allerlei anderen süßhübschheiten eingeschachtelt im relativen norden von der — wie ich jetzt weiß — großartigen weihnachtskeksebäckerin minza; mein gewinn bei stephanies adventkalender (bei dem ich im übrigen auch demnächst auftanzen werde). was könnte einer kekseliebenden und zugleich daskeksebackenscheuenden ulma schöneres zugelost werden. ein traum. danke, liebe glücksfee, danke, liebe minza. oh, und das schokoembargo für das füchslein ist hiermit übrigens aufgehoben, vorübergehend ...


... hoffentlich; sehr sieht es ja nicht danach aus; das füchslein dafür wie ein versierter schokokeksesser.

so, und wenn ich schon einmal da bin in aller vorweihnachtlichen ruhe und weil wir schon bei keksen und schokolade sind, kann ich auch gleich sagen, dass ich im grunde ja nur mit dem das backen einer vielzahl von weihnachtskeksen ausschließenden kekseausstechen auf kriegsfuß stehe; und natürlich mit der mürbheit all der teige; und mit dem bemarmeladen; und dem zusammenkleben; und dem inschokotunken; und ... vermutlich ganz einfach mit dem backen von weihnachtskeksen. aber es gibt ja auch andere kekse. chocolate chip cookies zum beispiel. und an die hab ich mich, wackeren gemüts dieses rezept zu hilfe nehmend, gewagt.


und zumal selbst das in sachen hipster-lifestyle bewanderte hübschmadamchen sagt, dass sie passen so, wie sie sind, darf ich vielleicht doch noch hoffen, irgendwann als keksbäckerin durchzugehen. schmecken tun sie jedenfalls hervorragend — wenn man nicht gerade minzas kekse als unmittelbaren vergleich vor sich dahinduften hat; ich tauche wieder unter und ein in die keksdose.

10.12.13

tag der menschenrechte































„Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“
(Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte: Recht auf Leben)


kurze windstilleschlafunterbrechung. weil an einem tag wie diesem die eigene ruhe nicht oberste priorität haben kann, stillsein, schweigen höchstens passt, weil die worte fehlen angesichts so vieler die menschenrechte mit füßen tretender ungeheuerlichkeiten.

den blick auf einen kleinen ausschnitt davon richtend, habe ich vor jahren eine arbeit zur todesstrafe gemacht: last meal || letzte mahlzeit. ausgangspunkt dafür war eine liste der von zum tode verurteilten us-häftlingen bestellten »henkersmahlzeiten« (was für ein wort, es klingt so ir- und surreal wie die tatsächlichkeit der tatsache selbst erscheint), auf die ich vor langer zeit einmal gestoßen bin, ohne eigentlich danach gesucht zu haben, und die sich mir in herz und seele gebohrt und mich gedanklich von da an nicht mehr losgelassen hat. zunächst hatte ich eine malerische umsetzung geplant, sämtliche skizzen und entwürfe aber wieder verworfen und mit ihnen vorübergehend auch das projekt insgesamt — bis es irgendwann wieder eindringlicher anklopfte; und mit einem mal war klar, dass es eine kreuzsticharbeit werden würde.


hier der ausstellungstext dazu:

Last Meal || Letzte Mahlzeit

Eine der tiefgreifendsten Verletzungen des Rechts auf Leben besteht in der staatlich organisierten und vollstreckten Todesstrafe. In archaischer Zeit kodifiziert ist sie derzeit in 58 Staaten weltweit gesetzlich verankert. In 31 Bundesstaaten der USA, dem Aushängeschild in Sachen zivilisatorischer Fortschrittlichkeit, wird die Todesstrafe heute noch praktiziert. 

So alt wie die Todesstrafe ist die Tradition der Henkersmahlzeit: Der dem Tode geweihten Person wird das Recht zugestanden, eine letzte Wunschmahlzeit zu wählen, einen letzten freien Willensakt zu vollziehen. Die Henkersmahlzeit als Metapher für die Verbrämung des Todes mit dem Leben.

Der Mensch ist, was er isst. Verdichtet in diesem berühmten Satz Feuerbachs wird die Wahl der letzten Mahlzeit über ein bezeichnendes und gleichermaßen intimes Ritual hinaus zum Sinnbild dessen, der sie trifft, erlangt das Mahl selbst identitätsstiftenden Charakter, wird zum individuellen Vermächtnis und posthumen Porträt. 

Letzte Mahlzeiten – materialisiert in Form von Bestellungen, wie sie von Todeskandidat(inn)en in US-Gefängnissen aufgegeben wurden, ausgeführt als an Spruchdeckchen angelehnte Kreuzstickereien, die ihrerseits auf eine lange Tradition zurückblicken und – häufig über dem Esstisch angebracht – als destillierter Ausdruck von bürgerlicher Ordnung und häuslicher Gemütlichkeit fungieren, die sie, aufgefüllt mit neuen, inkongruenten Inhalten, konterkarieren. 
(Ulrike Krawagna)
:::::

beim im zuge des schreibens dieses posts unternommenen (und im übrigen leider gescheiterten) versuch, die auflistung der bestellungen in den weiten des weltweiten gewebes wiederzufinden, habe ich eine reihe anderer, mitunter ganz großartiger künstlerischer auseinandersetzungen mit dem thema entdeckt, die vornehmlich mit der fotografischen darstellung der letzten mahlzeiten arbeiten (diese zum beispiel oder auch diese). und unbedingt empfehlenswert auch dieser text.

7.12.13

ad :: vent * für die windstille




weil die zeit fliegt wie die füchsleinhaare in der dezembermorgenluft, weil sie gut verbracht sein will ganz besonders gerade deshalb, weil füchsleins erste so ganz wirklich erlebte vorweihnachtszauberzeit angebrochen ist, weil nichts mir so glückliches zeitverbringen sein kann wie das mit meinen allerliebsten herzensmenschen, weil ich es für gut halte, habe ich mir vorgenommen, als mme ulma adventlich etwas leiser zu treten, wie es dieser zeit so ganz besonders gebührt. ein wenig habe ich vorgearbeitet und werde dort und da mit ein paar worten und bildern zu gast sein; wie vor vier tagen schon hier und vorgestern da. und ich werde, wenns passt, reinschauen bei all meinen liebgewonnenen blogs, aber öfter still bleiben dabei (und mir eine captcha-codes-qual-pause gönnen). und bestimmt werde ich auch hier auftauchen; immer dann, wenn es sich gut ergibt; bloß möchte ich ganz bewusst ein wenig ruhe zelebrieren und alles, was uns gemeinsame zeit nimmt, ein stück weit hintanstellen. ich freue mich auf gemeinsame stunden mit lichterschauspaziergängen, bücherblättern und -vorlesen, keksebackenessen, liederwiediesesanhören (und unweigerlichem schluckenmüssen), singen, kuscheln, teetrinken, kerzenanzünden und wieder ausblasen und wieder anzünden und ...

dafür habe ich es zu guter letzt doch noch geschafft, ein sehr reduziertes adventkranzmeinendes kerzengrüppchen sich zusammengesellen zu lassen — vermischte inspirationen von hier, hier und hier, ein klein wenig kupfer nun doch gar nicht so wenig mögend, endlich der blitzzementgießvorfreude nachkommend. grasgrüne hoffnungskerzen, eine neben der anderen, eine nach der anderen. und windstille.


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6.12.13

nusszeitgrüsze



weihnachtszeit ist nusszeit. nie sonst im jahr erscheint mir das walnüsseknacken stimmiger. und immer sonst im jahr würde es mir nicht fehlen, wenn es nicht wäre. aber für die weihnachtszeit ist es mir liebgewordener inbegriff. verpostkartet für lus illustration competition, für alle, die das nussgefühl auch kennen, für das füchslein, das nüsse (»nuut«) liebt, für mich, die ich die möglichkeit, ein wacom intuos pen & touch tablet zu gewinnen, eine mehr als bloß ein wenig reizvolle finde (der monsieur kann von meinem diesbezüglichen seit langem langem währenden ichhättesogernsingsang sein eigenes liedchen singen). drückt mir die daumen oder macht auch mit. und habt vor allem eine frohe nusszeit.

5.12.13

winterschlafvorbereitungen




ich treffe sie heute bei marleen im rahmen ihres konzeptuell an leo lionnis frederick, eine der poetischsten literarischen figuren meiner kindheit, angelehnten adventkalenders. (das buch liegt weihnachtsgeschenklich schon für das füchslein bereit.) 20 || 13 — schön dabei zu sein; mit azur materials.

[bild :: links oben: leo lionni, rechts oben: nataša vučković, unten: ulma]

°  °  °  °  °

und eine gewinnerin habe ich bekannzugeben :: »fürs erste« :: erstmalig habe ich den true random number generator bemüht und fand ihn viel zu schnell zum esspannendmachen: die nummer 38 hat er ausgespuckt, fRau käthe — und ich denke, da hat er gut gespuckt, weil sie ein glücksstück mit den blick nach vorne richtenden und der veränderlichkeit huldigenden worten vielleicht grad ganz besonders gut brauchen kann. viel wortspieltalerfreude! und euch allen danke ich für die so zahlreichen unheimlich lieben worte. danke.

3.12.13

das füchslein trägt ...



... ein in den letzten wochen zu einem unentbehrlichen handschmeichelgut gewordenes motorrad in der einen und dessen ebenso dauerbegleiterhafte besatzung in der anderen hand, eine seit seiner geburt die matratze mit ihm teilende kuschelkatze und einen einem kurzen anflug von mütterlichem buntheitstralala verdankten pyjama — pyjama eben, weil erwähnter anflug wirklich sehr kurz war, gerade einmal vom stoffgeschäft bis zur wohnungstür in etwa. monatelang lag der sich ungemein angenehm anfühlende stoff im regal, weil sich einfach keine verarbeitungsidee einstellen wollte, mag ich doch das füchslein nicht so gern in kunterbuntheiten gewanden (man möge mir meine mangelnde kindergeschmackempathiefähigkeit nachsehen). bis mir irgendwann sternschnüpplich der gedanke zufiel: nachts, ja nachts, da ist es dunkel; da hat das fühlen den vorrang gegenüber dem sehen und zumal etwas angenehmes auf der haut nur schlafförderlich sein kann für nachtaktive füchslein ...


mit dem alltagssuperheldenhaften schnabelina-regenbogenbodyschnittmuster und meinem selbstgezimmerten hosenschnitt war ruckzuck ein schlafanzüglein gezaubert, ganz nach des füchsleins geschmack. peng, da erstrahlt sogar der boden in sonnigstem, erblindungsgefährdendem gelb. für sämtliche bündchen habe ich zu meinem eigenen wohlsein petrolfarbenen jersey verwendet, für die leiberl-ärmel ein altes hübschmadamchen-t-shirt — mein buntheitswohlwollen erschöpfte sich in einem halben meter und damit für das gesamte ensemble ein spürchen zu wenig giraffengemusterter quietschgelbheit.

hmhm, das mit dem schlafen klappt schon deutlich besser; und vor allem das abendliche umziehen macht dem füchslein die allergrößte freude. was mich betrifft: ich glaube, jetzt hab ich wieder ein paar auf der gedeckten farbpalette angesiedelte kleidungsstücke gut bei ihm.

 °  °  °  °  °

wir machen heute eine riesenrunde und erscheinen in aller buntheit vorbei bei den allwöchentlich besuchten, namentlich fräulein rohmilch, made4BOYS und mizoal, außerdem das oberteilschnittmusterzelebrierend bei roboti liebt und mit den ärmeln wachelnd endlich endlich wieder einmal bei ninas upcyclingdienstag.

und als kleines special gibts heute einen animierten blick hinter die dasfüchsleinträgtkulissen:


ja, wir unterhalten uns dabei recht gut. 

so, und jetzt kommt noch ein »und«, ein wichtiges: und! >> noch wo bin ich heute zu gast; nicht mit dem füchslein zwar, dafür aber mit helmperlhühnern; mit solchen, die man gewinnen kann obendrein. nämlich hier. glückdrückender daumen wünsche ich einen formidablen dienstag allseits.


1.12.13

da sind sie ja schon!



links: o. t., 2006, ölpastell/buntstift/graphit auf papier, 12.6 x 12 cm
rechts: o. t., 2006, ölpastell/graphit auf papier, 10.3 x 14.9 cm

















die nächsten zwei plüsterlinge; ganz kleine exemplare diesmal. entwürfe eigentlich nur für große acrylausführungen auf leinwand.

aufgrund eines nachhaltigen externefestplattenknockouts und meiner grummelgrummelgrmpferweise (bitte öhrlings dazudenken: das coole kehlige geräusch, das marge simpson in solchen situationen macht) nicht vorhandenen voraussicht — stichwort backup — werden nur mehr wenige weitere plüsterlinge zu den spärlichen insgesamt drei hier schon aufgetanzten expemplaren dazustoßen. nummer eins war der da.

und hier noch eine ganz andere form von plüsterlingen. so zauberhaft.

mit plüsterlingen oder ohne, habt einen guten ersten adventsonntag. wir mit diesem zarten laternchen von der wunderbaren dania bestimmt.


29.11.13

lässigsein ...


... kann man nicht lernen, sagt der monsieur.





könnte was dran sein.

wir sind dann mal helmperlhühner ausliefern, der lässige typ und ich. habts gut.

wer möchte und noch nicht hat: die wortspieltalerverlosungsteilnahme geht noch bis 3. dezember mitternachts.

28.11.13

indisch kochen, indisch essen



ganz ganz ganz ganz ganz oben auf der wirkönntenesjedentagessenliste steht bei uns derzeit ein in diesem wegen eines anderen rezepts geliehen bekommenen und mittlerweile selbst erstandenen buch rezeptiertes auf die indische art freude auf und in den gaumen zauberndes gericht: gelbes dal mit rosinenreis und zimttomaten. so lange schon möchte ich es unbedingt teilen mit euch, aber weil wir eine abendkochundessfamilie sind und es, wenns endlich so weit ist, längst schon dunkel ist und da das fotografieren sehr ungünstig ist (dreimal ist so knapp hintereinander, das hat ja rein wortklanglich schon beinah was freudsches), hab ichs immer wieder verschoben, bar jeder wahrscheinlichkeit wohl hoffend auf einen verspäteten sonnenuntergang. schließlich hat mir jetzt beim auftellern der köstlichkeit aber doch die einsicht über die schulter geschaut und mir von hinten auf eben diese getippt und also gibt es ein kunstlichtfoto, aber dafür auch endlich das rezept in leicht abgewandelter form und hochgerechnet auf vier portionen: (ach ja, und schön angerichtet sieht anders aus, ich weiß, aber der gusto, der gusto ...)

15 g frischen ingwer schälen und sehr fein hacken. 2 kleine karotten ebenfalls schälen und in etwa 3 mm große würfel schneiden. etwas ghee (oder auch einfach öl) erhitzen, ingwer und karotte zugeben und unter rühren 3 minuten andünsten. 240 g rote linsen waschen und hinzufügen. mit 600 ml wasser aufgießen und aufkochen lassen. mit je 1 teelöffel kurkuma und kreuzkümmel würzen und bedeckelt etwa 40 minuten auf kleiner flamme garen. am ende der garzeit mit salz und pfeffer abschmecken.

60 g rosinen in warmem wasser einweichen. etwas ghee (oder eben wieder öl) in einem topf erhitzen, 240 g basmatireis darin unter rühren glasig werden lassen und mit 600 ml gemüsebrühe ablöschen. aufkochen lassen und zugedeckt bissfest garen. (meiner ist irgendwie etwas gatschig geworden diesmal ...) fertig gekochten reis mit 1/2 teelöffel kardamom würzen, die rosinen abgießen und unterrühren.

von 500 g kleinen tomaten die stielansätze entfernen. die tomaten kurz überbrühen und häuten. in einer pfanne 1 guten esslöffel ghee (oder butter) erhitzen. 4 esslöffel tomatenmark darin unter rühren anrösten und mit etwas wasser glattrühren. die tomaten zugeben und andünsten. mit 2 teelöffeln honig, 1/2 teelöffel zimt, salz und pfeffer würzen und bei schwacher hitze etwa 10 minuten ziehen lassen.

rezeptgemäß gehören noch ein paar gehackte blätter koriandergrün oben drauf — hab ich nie zu hause, hab ich noch nie gemacht, hat mir noch nie gefehlt. aber wer weiß ...

susi jirkuff // via

rezepte mit vielen zutaten und kochschritten lassen mich übrigens immer mich ehrfürchtig abwenden. für alle, denen es ähnlich geht: das sieht jetzt nur auf den ersten blick so aufwendig aus, ist de facto aber wirklich schnell gemacht; geradezu unverhältnismäßig mit blick auf den genuss. ehrlich. und, für die eine oder den anderen vielleicht auch gut zu wissen: füchsleinkinderkrippenkolleg(inn)enerprobt!

frohes kochen. frohes essen. rasawath aharak.

wer möchte und noch nicht hat: die wortspieltalerverlosung geht noch bis 3. dezember mitternachts — klick.

26.11.13

das füchslein trägt ...



... nebst deutlich an den anderen großen models der welt anleihe nehmendem desinteressiert-lässigem ausdruck im gesicht keinen gips mehr, nichts (!) in der hand und zur coolnessbedingten verkühlprophylaxe einen neuen füchsleinomagestrickten dufflecoat. einen solchen gab es in einer olivgrüngetönten variante schon mal hier (wobei ich euch in sachen farbigkeit zugegebenermaßen so einiges auftischen könnte). und es gibt ihn immer noch, so ganz grundsätzlich. dazu nur: der monsieur wäscht gern recht heiß und alles, was gerade in reichweite ist.

wie gut, dass meine mama von kindeshandarbeitshänden an eine begnadete stricknadelakrobatin war und ist. und :: jetzt kommt die gute nachricht für alle stricker/innen, trara: sie hat eine kleine strickanleitung geschrieben (womöglich in weiser voraussicht, man weiß ja nie, wo die jacke beim nächsten monsieurinitiierten waschgang gerade liegt). inspiriert ist das kapuzenjackerl übrigens vom im weltweitgewebe gefühlte tausend kinderlein wärmenden debbie bliss-dufflecoat; wobei die inspiration eine rein optische war, der rest ist strickkönnerinnenreimerei. danke, mama. da legt sogar das füchslein jegliche modeletikette ab und erfröhlicht in vertraut juhuender manier.





























°°° einen dufflecoat stricken :: so °°° (ca. größe 92)

°°° material °°°

5 knäuel kattia basic merino
nadelstärke nr. 4

die jacke wird kraus rechts gestrickt

°°° rückenteil °°°

55 maschen (= 30 cm) anschlagen und im grundmuster bis zu einer höhe von 23 cm stricken. für die armlöcher in den folgenden vier reihen (für das rechte armloch in der hinreihe, für das linke in der rückreihe) 3, 2, 1, 1 masche/n abnehmen. 11 cm weiterstricken, dann die mittleren 21 maschen auf einem hilfsfaden stilllegen. die schultern in zwei schritten à 5 maschen abketten.

°°° erstes vorderteil °°°

38 maschen anschlagen. wie beim rückenteil 23 cm bis zum armloch stricken und 3, 2, 1, 1 maschen abnehmen. 7 cm weiterstricken, dann auf der dem armloch gegenüberliegenden seite 11 maschen stilllegen. von den verbleibenden maschen für den halsausschnitt auf derselben seite 3, 3, 2, 1 maschen abketten. mit den restlichen 11 maschen weiterstricken, bis die höhe der schulterabnahme des rückenteils erreicht ist und in zwei schritten abketten.

°°° überlappendes vorderteil °°°

hier werden die knopflöcher (insgesamt 4 x 2) gearbeitet, und zwar nach 3 cm und dann dreimal nach jeweils 7 cm: jeweils 1 randmasche + 3 maschen stricken, 3 maschen abketten, 8 maschen abstricken, 3 maschen abketten und die reihe fertig stricken; in der rückreihe jeweils an den stellen, an denen in der hinreihe 3 maschen abgekettet wurden, drei maschen anschlagen.

ansonsten wird dieses vorderteil gleich wie das erste gestrickt.

°°° ärmel °°°

32 maschen anschlagen und bis zu einer höhe von 26 cm stricken, dabei verteilt insgesamt 12 maschen (6 x 2) zunehmen. dann auf jeder seite 3, 2 und in der folge fortlaufend jeweils 1 masche abnehmen, bis nur noch 14 maschen verbleiben. rechts und links jeweils 3 maschen abketten, dann die restlichen 8 maschen.

°°° kapuze °°°

die 11 stillgelegten maschen des ersten vorderteils auf eine nadel legen, aus dem halsausschnitt des vorderteils 18 maschen bis zur schulter und aus dem halsausschnitt des rückenteils 5 maschen aufnehmen, die 20 maschen des rückenteils auf die nadel legen, symmetrisch zur ersten seite nochmals 5 und 18 maschen aufnehmen und die 11 stillgelegten vom zweiten vorderteil auf die nadel legen = 88 maschen

24 cm stricken, dann die aschen auf zwei nadeln aufteilen. von jeder nadel je eine masche nehmen und miteinander abketten.

die teile zusammennähen, die fäden vernähen, knöpfe annähen.

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° 

ich selbst habe mich im übrigen recht prominent und hochanspruchsvoll im allerletzten arbeitsschritt in die jackenproduktion eingeklinkt: mittels knopfannährei (nicht zu vergessen die vorausgegangene unvergleichlich schwierigere -wählerei). damit trumpf ich jetzt ein wenig beim creadienstag auf. und bei made4BOYS.

zu allerbester letzt :: tausend dank für all eure überwältigend lieben worte. ihr seid solche glücklichkeitszauberinnen. danke. wers noch nicht gesehen hat: zur bloggeburtstagsverlosung gehts hier. und zu den letzten paar helmperlhuhnkalenderexemplaren beim körnerpickenden hühnchen in der sidebar links (gut zu wissen für alle deutschen leser/innnen: bis donnerstag, 28.11.2013 bestellte/bezahlte kalender kann ich noch zu günstigeren versandkonditionen verschicken).

habt es warm, ihr lieben!

23.11.13

     :. 1 .:






































zelebrieren. was ist.

seit einem jahr hier. und das mit post # 200. unbeabsichtigt. beabsichtigt aber — weil zu einem anständigen geburtstag schließlich ein solcher gehört — mit einem lieblingskuchen. das rezept stammt ursprünglich von hier, adaptiert von mir so:

mit einem 250g-joghurtbecher als maß je 1 becher naturjoghurt (3,6 %), dinkelgrieß, dinkelvollkornmehl und rohrohrzucker verrühren. einen 3/4 becher rapsöl, 1 el weinsteinbackpulver und 3 el geriebene mandeln unterrühren; ebenso 2 äpfel, geviertelt, geschält und in kleine scheibchen geschnitten. den teig in eine befettete form füllen und bei 200° C etwa 30 minuten backen. den saft einer zitrone mit 1/2 becher wasser vermengen und über den heißen kuchen gießen. nochmals für 10 minuten ins backrohr schieben.

gerade richtig zum saftigkeitzelebrieren. seit jahren immer gern zuhören: ihm. weil er immer passt. und mir von zeit zu zeit die frage aller fragen stellen.

::  :::

ein anlass zum bloggedankenniederschreiben und -teilen eigentlich, wie zum beispiel gerade erst okka so gut, das kleine jubiläum // jubilierumlarum. aber mir steht der sinn einfach nicht danach. und so belasse ich es beim jubilieren und dem vorsatz: weiterzelebrieren. fürs erste.























zum beispiel :: revidierbarkeiten zelebrieren. zum nichtvergessen möchte ich einer (oder gar einem?) von euch den WSAKE-ulma-kooperierten »fürs erste«-wortspieltaler schenken. der ichwürdemichdarüberfreuenbekanntgabemodus in all seiner unüberraschendheit: hier kommentarhinterlassend (bei bloglosigkeit frohbotschaftübermittlungshalber bitte unter angabe der e-mail-adresse). fingerkreisend über dem kalender, augen zu, touché: bis zum 3. dezember, wenn er hinüberschwappt in den 4.

danke, dass ihr hier seid, so, wie ihr seid. danke.

21.11.13

der helmperlhuhnkalender 2014 ist da!



man gackerts bereits von allen dächern:

endlich ist es so weit
das helmperlhuhn ausflatterbereit

13 bleistiftzeichnungen, gedruckt im feinen a6-format auf schwerem, naturweißem, säurefreiem papier. von hand klebegebunden und mit bildaufhängeöse versehen. bäuchlings beschleift mit einem wachfuchs, auf dass kein hühnchen davonfedert.


mit dem koketten helmperlhuhn
durch das jahr zwanzigvierzuhn

für € 18.00 + versand* schwingt sich die papierne begleitung in die postalischen lüfte, auf zu allen perlenzählvorfreudigen hühnerstallbesitzer(inne)n und solchen in spe. weil ichs noch immer nicht geschafft habe, ein lädchen einzurichten, bestellung am besten via mail — das brieflein links führt direkt zu mir.

*) innerhalb österreichs für einen kalender € 1.50
    ins eu-ausland & die schweiz € 4.50

ich geh dann mal hühnerfüttern und wünsche allseits einen formidablen donnerstag.

19.11.13

das füchslein trägt ...



... triumphierend die heiß in selbige ersehnte, gleichsam als übermutkapriolenbremse übergebene goldene kugelkerze in händen und kopfwärts das flämmchen dazu — eine mit kosmosantenne versehene ohrenwarmhaltehäkelhaubenkreation, physiognomisch gelandet irgendwo zwischen mongolischer reitermütze, rotearmeekappe, pickelhaube und teletubbieskopfbewuchs. das füchslein, wie auch immer, der dankbare zwerg, mag sie.


und die antenne funktioniert übrigens hervorragend — lächelnde mitmenschenblicke wandern punktgenau ins füchsleingemüt. in diesem sinne: jedem wesen seine antennenhaube!

wir funken das gleich mal weiter an fräulein rohmilch, made4boys, mizoal (mit glückwünschen zum 100erjubiläumscreadienstag) und, weil eine antitarnkappe mit eingebauter freund-&fröhlichkeitsmagnetantenne (retrospektiver arbeitstitel) fraglos heldenpotenzial birgt, auch noch an roboti liebt.

17.11.13

guten tag, du leben













































Man muss sich die Stunde klar machen.

(ilse aichinger, 1955)



und das leben feiern.

      gestern
                                heute
                  °
                       °°
              °              °
                     °
                morgentau


ihm blumen streuen. und vom wind tragen lassen zum lebensfest. in die woche gesetzt von eni. frohsinnig hin! und feiern.

14.11.13

mit äpfeln schlankeln



irgendwie sind wir uns nie recht einig,  das ostarrichi-wörterbuch und ich: schlankeln heißt für mich ja eigentlich schlenkern; aber bitte. apfelschlankeletymologisch bin ich aber leider überfordert; erschwerend kommt hinzu, dass parallel die form apfelschlangel existiert. allerdings: wenn man mit äpfeln so herumschlankelt, dann, ja dann kann es passieren, dass man, wenn man ein paar andere zutaten sich auch noch hinzuschlangeln lässt, plötzlich vor lauter geschlankel und geschlangel eine formidable apfelsüßspeise gezaubert hat. und wenn man sich die dann in den mund schlankelt oder sie sich gar selber dahin schlangelt, dann wird man vermutlich nicht sehr schlank und auch nicht in physiognomie, charakter oder habitus schlangenhaft, aber schmecken tuts einem ziemlich sicher.

für alle, die es selbst probieren wollen, hier das apfelschlankel-rezept frei nach tante resl:

450 g mehl mit einem 3/4 päckchen backpulver vermengen. 105 g kalte butter (in kleinen stücken), 120 g staubzucker, 1 ganzes ei, 9 el milch und 1 prise salz dazugeben und alles zu einem mürbteig verschlankeln. den kalt stellen und in der zwischenzeit äpfel (mengenmäßig je nach apfeligkeitswunsch, ich hab schätzungsweise ein kilo verwendet) entkernen, schälen, vierteln und in kleine plättchen schneiden. mit etwas zitronensaft beträufeln und die schale einer zitrone, gehobelte und geriebene mandeln, rosinen, zimt und kardamom daruntermischen. den teig in zwei hälften teilen und dünn ausrollen. die eine hälfte auf ein mit gebuttertes backblech legen, die äpfel darauf verteilen und die zweite teighälfte darüberlegen. mit ei bestreichen und bei 180° C (vorgeheizt) etwa 25 minuten backen.

schlankelt sich warm wie kalt hervorragend. in ulmamanier freilich am liebsten beschlagoberst.


ach, und apropos wörter (so ganz zur abwechslung mal ...): ich finde es so grandios, das hier. frohes grübelraten.

12.11.13

einen möbiusloopschal häkeln :: so



hier nun also endlichendlich die längst schon angekündigte anleitung für den übrigens möbiusschleifisch angelegten und mithin der strukturmonotonie kreuz- und quergeripp entgegensetzenden gehäkelten loopschal für füchslein- und andere kinderhälse. kulturtechnikweitergabegemäß war es meine mama, die mir gezeigt hat, wie man ihn macht; und die medienzeitalterräuberleiter bekraxelnd jetzt eben ich hier für euch und/oder so.

woll- & häkelnadelwahl nach lust, geschmack, verfügbarkeit.

°°° 1 °°°
eine ca. 90 cm lange luftmaschenkette häkeln, wenden; auf dem rückweg in jede zweite luftmasche ein stäbchen häkeln, für jede übersprungene luftmasche eine luftmasche häkeln (also: stb, lm, stb, lm usf.)

°°° 2 °°°
damit eine möbiusschleife entsteht, das so fabrizierte häkelband nun einmal in sich drehen und mittels kettmasche zum kreis schließen

°°° 3 °°°
nun nach demselben schema in runden weiterhäkeln, und zwar beginnend in der anfangsluftmaschenkette; in den folgenden reihen die stäbchen aber als reliefstäbchen häkeln, d. h. nicht in die stäbchen unterhalb (also genauer und so dass man gar nichts versteht: nicht in die die stäbchen der reihe unterhalb oben beschließenden luftmaschen) einstechen, sondern von hinten um die stäbchen selbst herum häkeln — so wie hier beschrieben. nach belieben die farbe wechseln (anfangsfaden markiert rundenanfang bzw. -ende)

°°° 4 °°°
wenn der schal die gewünschte breite erreicht hat, die arbeit am rundenende mit einer kettmasche beschließen und die fäden vernähen

und halseinloopeln. als strangulierschutz (loops machen mir diesbezüglich immer ein wenig sorgen) zum beispiel noch irgendwo ein etwa 15 cm langes luftmaschenbändchen anhäkeln, in dessen mitte, sodass man beide enden durch zwei löcher im muster der anderen schlaufe ziehen und miteinander verknoten kann. oder auch einfach einen passenden knopf annähen.

und weil mich loop gerade an den lupus denken lässt und daran, dass ich gar nicht dafür bin, dass homo homini lupus, und weil ich es überhaupt mehr mit dem füchslein hab als mit dem wolf und die welt dringend mehr profunde weisheiten braucht, sei sentenzenhaft notiert: loop vulpeculai loop. der loop ist dem füchslein loop. auf die weisheit!

mit rechtsfüßig gipsbedingt nackten zehen, dafür aber warm eingelooptem hals humpelnd zu fräulein rohmilch, mizoal, made4BOYS und meitlisache.

11.11.13

das füchslein trägt ...



... seinen patschen im mund
aus gutem gipsfußgrund.



unerschütterlicher frohsinnsfreund, der es ist, findets aber auch einen geknacksten mittelfußknochen noch zum lachen — und, es mit dem arthur schnitzlerschen rat »lebe wild und gefährlich« haltend, die idee eines sitz- und liegegipses völlig absurd, weshalb bereits ab dem ersten tag — o-ton des arztes auf meine frage, ob auftreten erlaubt ist: »er wird ganz bestimmt nicht aufzutreten versuchen.« — holzbeingeräuschlich durch die wohnung geflitzt wird, als wär das gipschen ein neuer stiefel; zu gern freilich auch per rad, dem präferierten füchsleinfortbewegungsmittel gleich nach so gut wie jedem beliebigen verfügbaren arm; und so bizarr es ist: passiert ists nicht bei einem seiner geliebten und ganze nachmittage füllenden danny macaskill nachahmenden fahrradstunts, sondern durch bloßes irgendwodraufsteigen und wegrutschen ... wild und gefährlich eben.

morgen gibts dann, wie längst schon angekündigt, ein kleines tutorial zum halswärts getragenen häkelloopschal. frohes sein!

10.11.13

pizza al monsieur



hocherfreulicherweise teile ich mein leben seit beinahe auf den tag genau siebzehneinhalb jahren mit einem wunderbaren monsieur, der gerne und obendrein ganz hervorragend kocht. neu im repertoire: eine unheimlich köstliche pizza — fotografiert wieder einmal reichlich spät, nämlich am nächsten tag, an dem die mittlerweile unverkennbar welken rucolablätter zwar die optische frische unterminierten, keineswegs aber dem formidablen geschmackstenor abbruch taten.

das rezept dazu geht so (für zwei bleche):

1/2 würfel germ (hefe) in 1/4 l wasser auflösen und mit 1/2 kg mehl, 1 el zucker, 1 gehäuften tl salz und 2 el olivenöl zu einem glatten teig verarbeiten. während dieser geht, aus 1 zwiebel, 3 knoblauchzehen und 1 dose polpa di pomodoro eine feine soße köcheln (während meiner zeit in rom habe ich gelernt: lang lang muss sie kochen, damit sie richtig gut wird). den teig dünn ausrollen und auf zwei gefettete backbleche legen. darauf kommen dann noch (menge für beide bleche): 1 kleine dose mais, 1 kleiner becher champignongs, 1 handvoll cocktailtomaten (halbiert), für nichtvegetarier 15 dag serrano-schinken, 1 becher ricotta und gorgonzola. mit salz, pfeffer und oregano würzen und bei 200° C umluft für ca. 20 minuten ins vorgeheizte backrohr schieben; die pizze herausnehmen, 1 handvoll rucola darauf verteilen und noch einmal für 2 minuten ins rohr schieben.

köstlich, ich sags euch. danke dem mit schon zwei wortspieltalermedaillen ausgezeichneten kreidestaubsternbenimbusten ulmahäkelhaubenkoch.


dem schick ich auf diesem weg herzensgrüße in die ferne. und frage mich gerade, warum ihn das bloglovin'-manderl so skeptisch beäugt. und die pizza virtuell zu katja.

8.11.13

ulma gedruckt



zwischen papiernen geschmackvollheiten in der zweitausgabekostbarkeit des feinsinnigen und berührend schön gemachten heimat-zine(s). heftgewordene poesie, das. zum daheimhaben direkt dort oder bei printe.


und mit einer (wie die bildqualität der online-version vermuten lässt, offenbar auch in sachen auflösung) kleinen menschleinschar im lektüreempfehlenswerten dossier der aktuellen progressausgabe, dem magazin der österreichischen hochschülerschaft.

sieht gleich so anders aus, gedruckt. fremd irgendwie. und auch gut. und fühlt sich immer wieder lustig an. und gut auch, ja.

und druckbereit sind nun endlich auch meine helmperlhühner. ein wenig aufgeregt bin ich. die bildschirm-papier-diskrepanz-ungewissheit. bald sind sie fertig, die kalender!

7.11.13

ein paar herbstimpressionen



einen stadtparkspaziergang unternehmen.


laubraschelnkuscheln.


im wald maroni sammeln.


gebratene auf der parkbank jausnen.


die letzte goldstrahlige sonnenwärme feiern.

herbstleben. so einverstanden mit dem geborensein.

mehr draußensein bei nic.