18.2.16

. .



fast immer kann ich sie nicht fassen.
die endlichkeit. in der unendlichkeit.
und dann donnert momentweise wieder etwas herein,
eine wimpernschlagkurze erkenntnis.
so schwer zu ertragen.

papa.

es ist schon ein wenig her, da wollte das füchslein aufdecken.
und dabei sind zwei deiner schalen auf den boden gerasselt und zersplittert.
ich hab so hysterisch geweint.
als wärst du damit noch weiter weg.

.

schau mal, ich wollte dir noch was zeigen ::

ich glaube, den würdest du gut finden :: edmund de waal

und das hier auch ::
franui und nikolaus habjan :: »Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus«
unheimlich schön, nicht?

und die, so etwas in der richtung wäre doch eine idee :: donguri
was meinst du?

keramik & holz – die butterdose ist übrigens immer im einsatz.
und erinnert mich daran, wie du gelacht hast,
als ich dir erzählt habe, wie lang ich gebraucht habe für dieses windschiefe stück,
viel zu klein obendrein.

ich zünde eine kerze an.
und dann lese ich uns den kleinen text vor.
wie vor einem jahr.

ob es wirklich so ist, dass du auf einem stern lachst?
dass du keine schuhe anhast dabei. der gedanke plagt mich.
da hätte ich doch verhandeln müssen. das denk ich so oft.
du barfuß, ja. aber schuh- und patschenlos, nur mit socken?

ich mach heute einen reisauflauf. fürs herz ist der. und für dich.

und hör mal, die feine melodie :: nuvole bianche

papa, du fehlst mir.
und beim schönen tuts ganz besonders weh.



Kommentare :

  1. ach liebe Ulma.... schönes tut doch immer weh.... hmmm... einaudi's weisse wolken mit harfe gespielt. Wie wunderschön!
    In Gedanken bei dir.
    Nica

    AntwortenLöschen
  2. ach ulma.
    achach.
    (ich bin wie immer wortvakant. reichangefühldafür.)

    AntwortenLöschen
  3. Ich weine jetzt still ein bisschen mit... Es ist gut, wenn die Trauer nie ganz vergeht beim Erinnern, finde ich. Und hysterisches Weinen gehört auch dazu. Das Füchslein wird sich gewundert haben über seine Mama. Auch das ist gut... Sei lieb gegrüßt Ghislana

    AntwortenLöschen
  4. Ach Ulma. Ja so ist`s. Die Guten fehlen ganz besonders.

    AntwortenLöschen
  5. Sei gedrückt aus der Ferne.Die gedanken wandern, lieben Gruß K.

    AntwortenLöschen
  6. Es sind die ganz kleinen Momente, die mit einem Stich mitten ins Herz plötzlich klarmachen: nie mehr. Als ich an Weihnachten aus Versehen ein Gedeck zu viel aufgelegt hatte... als ich an der Ostsee das Telefon in die Hand nahm, um Bescheid dzu geben, dass wir gut angekommen sind... als ich aus Gewohnheit eine Postkarte kaufte und adressierte... als mir im Bauernmarkt klar wurde, dass ich nur ein Mitbringsel brauche und warum... als mir beim Aufräumen das Fahrtenmesser mit der Besitzer-Aufschrift "Tarzan" in die Hände fiel, das mein Vater als Jugendlicher am Gürtel trug. Die wimpernschlagkurze Erkenntnis. Nie mehr.

    Fühl dich sehr gedrückt.
    Sie gehen trotzdem nie ganz, sie bleiben im Inneren.

    Herzlich, Katja

    AntwortenLöschen
  7. liebe ulma ich denke an dich. ich hatte gestern so einen moment, der mich an meinen sehr guten freund erinnert hat, der im herbst gestorben ist. so plötzlich kann es einem den boden unter den füssen nehmen. ich weine mit dir. lieben gruß, wiebke

    AntwortenLöschen
  8. so schwer... ach, meine ulma!
    in gedanken bei dir!
    genieß mir das schöne...

    AntwortenLöschen
  9. Ich verstehe dich da so gut! Fühl dich gedrückt liebe Ulma.
    Gabi

    AntwortenLöschen
  10. Danke für die kleinen Kostbarkeiten, die Du auch an uns weitergegeben hast.
    Die Endlichkeit. Sie hinterlässt immer wieder Narben auf dem Herzen.
    Liebe Grüße
    Andrea

    AntwortenLöschen
  11. Das Offensichtliche, das schmerzend fehlt, und doch auch gerade darin als Unsichtbares immer in dir gegenwärtig bleibt.
    Fühl dich umarmt von einer, die, wenn's um wichtige Entscheidungen geht, noch immer Zwiesprache hält und Rat sucht bei der, die offensichtlich nicht mehr da ist...

    AntwortenLöschen
  12. auch nach 30 jahren tut es manchmal noch sehr weh und tränen kullern. aber meist überwiegen die momente, wo ich spüre, was er mir mitgegeben hat.
    ich mag das schwarze und weiße regal von edmund de waal so gern.

    AntwortenLöschen
  13. ach ulma...
    fühl dich umarmt
    x Stefanie

    AntwortenLöschen
  14. ach ulma.
    es ist sehr traurig und sehr wertvoll, dass es so weh tut.

    AntwortenLöschen
  15. Ich musste weinen bei deinen Zeilen. Ich kann dich so gut verstehen.

    AntwortenLöschen
  16. schön geschrieben. das bringt mich in gedanken wieder zu meinem kürzlich verstorbenen opa.

    AntwortenLöschen
  17. wie bewundernswert, dass du das so kannst, das festhalten im herzen, in gedanken und in worten. behalt es dir. immer. lg, nikki

    AntwortenLöschen
  18. Ja, da muss man mitweinen. Und ich glaub so fest daran das er das/dich sieht...spürt....da ist ....wie auch immer ....
    Und die Keramik ist einfach so schön!

    AntwortenLöschen

danke für deine zeit.