26.2.16

manchmal





manchmal überkommen mich völlig unerwartet gaumengelüste. mitunter solche, die ich eigentlich gar nicht in meinem repertoire habe, weder mach- noch schmausemäßig.

manchmal geschieht das in den allerunpassendsten phasen. in der fastenzeit beispielsweise. von jahr zu jahr ist sie mir ein freundlicher anlass, ein wenig distanz zwischen den aus allen lebensritzen quellenden überfluss und mich zu bringen. in form von verschiebereien aufs abstellgleis. von zucker beispielsweise.

und manchmal denke ich mir dann in aller schlichtheit und inkonsequenz :: scheiß der hund drauf (sehr schön aufgeschrieben), ich will jetzt aber.

so kürzlich geschehen mit der topfentorte. formidable entscheidung. wardiegutwardiegut!


nach mamarezept, die dieses wiederum von einer gefühlt 17fach behäubten bäckerinköchin hat ::

3 eier mit 100 gramm staubzucker schaumig rühren; 90 gramm mehl unterrühren. in eine gefettete springform geben und bei 200° 15 minuten lang backen. aus dem backrohr nehmen und vollständig auskühlen lassen, bevor die topfencreme sich darauflegen darf :: 500 gramm topfen, 200 gramm zucker (ich habe aus dem zuckervollen geschöpft und kokosblütenzucker, muscovado und weißen zucker gemischt), 125 milliliter milch, saft + schale zweier zitronen verrühren. 10 gramm agar-agar in 200 milliliter wasser aufkochen und 2 minuten köcheln lassen. unter die masse rühren und etwas abkühlen lassen. dann 250 milliliter sahne schlagen und unterrühren. die masse auf den tortenboden geben und kaltstellen, bis sie fest ist.

frohes gustozwitschern!

23.2.16

gezwillingt



das füchslein zum einen.

zum anderen zwar nicht das die langsam sich in richtung zwitscherhelligkeit bewegenden tage juxfroh luftig willkommen heißende streifenleiberl selbst, seine abschlüsse allerdings. ausnahmsweise einmal nicht upgecycelt waren nämlich keine solchen zum übernehmen da; bündchenunlustig zudem hab ich nach langem wieder einmal zur zwillingsnadel gegriffen und feststellen dürfen :: wir sind nun doch auf einem tendenziell freundschaftlichen weg. (sachdienliche hinweise zum erfolgreichen treffen der nahtlinie dennoch herzlichst willkommen.) und weil die halsbündchen in letzter zeit allesamt etwas eng ausgefallen sind, hab ich den rand nur nach innen umgeschlagen und ebenfalls gezwillingt.

alles zwilling. passt so.

verlinkt mit :: creadienstag

18.2.16

. .



fast immer kann ich sie nicht fassen.
die endlichkeit. in der unendlichkeit.
und dann donnert momentweise wieder etwas herein,
eine wimpernschlagkurze erkenntnis.
so schwer zu ertragen.

papa.

es ist schon ein wenig her, da wollte das füchslein aufdecken.
und dabei sind zwei deiner schalen auf den boden gerasselt und zersplittert.
ich hab so hysterisch geweint.
als wärst du damit noch weiter weg.

.

schau mal, ich wollte dir noch was zeigen ::

ich glaube, den würdest du gut finden :: edmund de waal

und das hier auch ::
franui und nikolaus habjan :: »Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus«
unheimlich schön, nicht?

und die, so etwas in der richtung wäre doch eine idee :: donguri
was meinst du?

keramik & holz – die butterdose ist übrigens immer im einsatz.
und erinnert mich daran, wie du gelacht hast,
als ich dir erzählt habe, wie lang ich gebraucht habe für dieses windschiefe stück,
viel zu klein obendrein.

ich zünde eine kerze an.
und dann lese ich uns den kleinen text vor.
wie vor einem jahr.

ob es wirklich so ist, dass du auf einem stern lachst?
dass du keine schuhe anhast dabei. der gedanke plagt mich.
da hätte ich doch verhandeln müssen. das denk ich so oft.
du barfuß, ja. aber schuh- und patschenlos, nur mit socken?

ich mach heute einen reisauflauf. fürs herz ist der. und für dich.

und hör mal, die feine melodie :: nuvole bianche

papa, du fehlst mir.
und beim schönen tuts ganz besonders weh.



16.2.16

foxquote #4




fischessen.
wir erklären dem füchslein, dass es ein bisschen aufpassen muss,
weil noch ein paar gräten im fisch sind.

monsieur :: das hier kannst du aber ruhig auch noch essen.
füchslein :: nein, das sind kröten.

12.2.16

immer weiter



▷▽

gerade ist das leben ein bisschen anstrengend
nichts schlimmes, gar nicht
aber irgendwie macht es so ein durchhalten!-gefühl

da denke ich mir gern dinge aus,
die dabei helfen können,
beim abbiegen in richtung unbeschwertheit

z.b.



ein klein wenig dem frühling entgegenblinzeln
und
lust bekommen auf

. 1 .
so ein leichtes mäntelchen aus cupro

. 2 .
einen hübschen begleiter rückenwärts

. 3 .
das kleid von ania kuczyńska
- so ein schönes foto -


am knopfschopf packen, dass man da noch ein paar tage lang online
»Oh Boy« anschauen kann

und ultimatumlos


titelverschränkend »Aberland« von gertraud klemm
zu lesen planen


endlich wieder bei meinem lieben zuhause sein (bald)
und gemeinsam salzzitronen machen ausprobieren


und bis dahin

ein mantra zeichnen,
ein kamel, ein dromedar genauer


dabei
ein grandioses lied anhören
und den wenigen text so mögen
::
»je n'ai plus peur de perdre mon temps,
je n'ai plus peur de perdre mes dents«
...
was ich von mir nicht behaupten kann


immerhin
besser so










9.2.16

darth vader



die füchsische lust am zeichnen ist zurzeit eine äußerst enden wollende. ganz im gegensatz zu der an darth vader einerseits und buchstaben andererseits. freundesgeburtstaganlässlich hat sich der kleine herr ausnahmsweise erbarmt und für ein heldenporträt einen zeichenstift zur hand genommen. einziger impetus :: wild muss es aussehen. und zwei lichtschwerter sind auch wichtig. am allerfeinsten finde ich aber den die untere rechte ecke einnehmenden namen des geburtstagskindes.

na? ideen, welcher name da steht?


2.2.16

modulationen





grau mag ich.
und sorgfältige modulationen davon.

ins silbertalerne.

und ins goldene. mit einem ring von wsake.
eine sonderanfertigung. so schön.

modelliert auch. ins haptische mit keramik von lucie rie. immer wieder.


und für den gaumen ins spalterbsengrüne mit fava. 
moduliert wiederum nach yotam ottolenghi ::

1 zwiebel würfeln und gemeinsam mit 150 g spalterbsen, 2 lorbeerblättern und 1 messerspitze curcuma in wasser (erbsen etwa zweimal bedeckt) – deckel zu – weichkochen. lorbeerblätter entfernen, 40 ml olivenöl, 1 gepresste knoblauchzehe und 1 tl zitronensaft hinzufügen und mit dem stabmixer zu einem feinen püree verarbeiten (wasser geht gut als konsistenzjustierbehelf).

1 zwiebel fein hacken und in etwas öl in einer pfanne rösten. gemeinsam mit 20 g grob geschnittenen kapern und etwas schnittlauch in das püree einrühren. mit salz und pfeffer würzen.


..