25.3.16

in holunderbeerenschale



... haben sich die diesjährigen ostereier hier geworfen. bei einigen blitzt kurkuma- oder kaffee-schwarztee-unterwäsche durch. gesprungen im übrigen beinahe jedes, schon beim kochen. ist so. auch gut.

1/3 l holunderbeerensaft mit drei esslöffeln essig aufkochen. gekochte eier hineinlegen und farbabstufungswunschgemäß 2 bis 10 minuten darin baden lassen.

gelb: 2 teelöffel kurkuma und 2 esslöffel essig auf 1 tasse wasser.
orange: 2 esslöffel kaffee, 1 esslöffel tee und 2 esslöffel essig auf 1 tasse wasser.

ostert fein!

18.3.16

zwitschersterne


ruth asawa, 1954 [foto :: nat farbman; via]



zwischen gimpel und kiebitz
anlässe zur zwitscherei


 sonnenbrillen-balzrufe
der märzsonnenstrahlen

..

nach einem jumpsuit auch
schick und praktisch zugleich
mit einem stück gleich ganz angezogen

..

und einem sessel zum fläzen
einen solchen hätte ich echt gern
so und in meiner größe dazu



in der einen hand feinen bullet proof matcha



in der anderen schmunzeln machende Geschichten aus der Kleinstadt
Alex Capus :: »Mein Nachbar Urs«

oder dieses interview mit der oft so schön spröden christine nöstlinger
»Ich mag ja viele Kinder nicht«


⟶ stargefühl eingestellt ⟵



apropos
::
eine ausstellung, in die ich unbedingt will
ebenfalls künstlerisch gerade sehr beeindruckt von
den crocheted wire sculptures von ruth asawa



und einem großartigen film
»Die Geträumten« von ruth beckermann



gleich bei anja plaschg bleibend :: ein bestrickendes lied

still aus teresa präauer »STARS« [via]

champagner-wolken olè!
schön schließlich auch die wolkenlosigkeit
macht ihrerseits sonnencreme vonnöten
genau lesen und schauen bei der wahl!
für mich ganz klar die



noch ein RINGANA-tipp :: zum newsletter anmelden!
(kommt sehr unaufdringlich, dafür aber informativ zweimal im monat)
gerade gabs zu ostern wieder einen gutschein für kund_inn_en

wer noch nicht kundin/kunde ist, schaut aber nicht durch die finger
bis 8. april sind erstbestellungen portofrei! 
hier entlang bittesehr

.

osternostern, ja
hasen und perlhühner in kartenform
gibts linkerhand noch zu erbeuten


– ein gutes palmwochenende allseits –

15.3.16

das füchslein trägt ...



... einen maßangefertigten wikingerhelm – allen wikinger-bücher-informationen zuwiderlaufend wickie-inspiriert mit hörnern – und zum ringelshirt von da eine neue mix & moritz-hose aus dunkelblauem feincord. die erste ist so heißgeliebt, dass zu den a priori-flicken mittlerweile noch eine handvoll weiterer dazugekommen ist. die zweite wird mutmaßlich wikinger-, ritter- und andere wildheitenbedingt dasselbe schicksal ereilen. der zuschnitt für die dritte liegt bereit. kurz gesagt :: große schnittliebe.

der helm im übrigen :: mit frischhaltefoliebedecktem kopf hat das füchslein geduldig die elterliche gipsbindenwicklerei über sich ergehen lassen – beinahe ein kinderspiel mit aussicht auf das versprochene endprodukt. finalisierend mit zeitungspapier ausgestopfte hörner aufgegipst und nach der trocknung eine acrylfarben-fassung darübergelegt. seither ein daueraccessoire.

damit bestbehütet auf zum creadienstag.

10.3.16

himbeer-bananen-muffins ohne zucker



zurzeit erlebt meine konsequenz nicht gerade ihre hochblüte. so augenzudrückend ich bei mir selber zuweilen bin, was den zucker betrifft, so diskussionsunfreudig bin ich mitunter auch beim füchslein, das mittlerweile recht gut weiß, wie fein so ein stückchen schokolade, so ein löffelchen eis, so ein häppchen kuchen sein kann (bei einem bleibts jeweils meist leider nicht). fest davon überzeugt, dass es irrsinn ist, kinder mit zucker zu füttern, bin ich indes allemal. und so versuch ich mich gerade selbst am krawattl zu packen (ich find das so nett, wie die das hier machen; hab ich schon gesagt, ich weiß) und mehr zuckerfrei-süßes zu backen. wobei zuckerfrei für mich auch agaven-/ahorn-/irgendwassirupfrei bedeutet; letzten endes ist das ja wirklich eine recht halbherzige austauscherei. datteln können da ganz wunderbares leisten. oder auch einfach bananen, die richtig schön überreifen. mit denen als süße habe ich letztens einen riesenschwung muffins gebacken. für 18 kleine kindergartenkindermäulchen. für den hausgebrauch hier das rezept mit der halben menge (ca. 15 große muffins oder 25 kleine) ::

150 gramm dinkelmehl mit 1/2 päckchen weinsteinbackpulver, 1/2 teelöffel zimt und 1 messerspitze vanille vermengen. 60 gramm geschmolzene butter, 2 ganze eier, 3 zerdrückte bananen, 1 geraspelten apfel und 2 handvoll himbeeren (tiefgekühlt) unterrühren. bei 190° C etwa 20 minuten backen.

marginalie :: die muffins, die ich in papierförmchen gebacken habe, haben sich nur schwer vom papier lösen lassen. besser ohne, direkt in der gefetteten form.

herrlich sind die. und fast schon gesund. fast.

4.3.16

pudelwohl



stefan rohrmoser, 2015


pudelnackt finde ich, was mich betrifft, gerade nicht so verlockend
– famos die dame oder? (erkennt ihr die kunsthistorische referenz?)
von meinem lieblingsschnitzer. das lama ist auch von ihm. –


fürs pudelwohlsein lieber
(und meine empfehlung auch für sie da oben)
...



zunächst mal was für die füße

nasse füße mag ich nämlich gar nicht
und hier regnet es zurzeit unverhältnismäßig oft recht fröhlich
any other suggestions? sehr schmal ist wichtig.

..

und jeans, jeans gehen immer
die hier gefallen mir

..

genau wie u-boot-ausschnitte
das shirt, schlicht und edel
viskose obendrein. liebe ich sowieso.



außerdem musik
das lied mag ich – aber das video erst!


macht ziemlich lust auf pasta



auch zum ansehen :: Herbstgold
bis sonntagabend noch hier als online-stream

&

die arbeiten von lore smolders



buchstäblich :: gustav ernst – grundsätzlich sowieso
(ich hab mich lang intensiv mit ihm befasst)
Grundlsee gibts jetzt auch als taschenbuch
read this!



eher passiv alles
aber aufs eierfärben freue ich mich schon
die idee mit dem rotkraut gefällt mir
erinnert mich von der farbverwandlung her an die mit den hibiskusblüten



apropos idee
die mit der neuauflage der karma chakhs | karma classics ist mir sehr sympathisch



alsdann
mögen die knöspchen schön langsam erwachen





2.3.16

auf meinem rücken wächst ein garten



»Auf meinem Rücken wächst ein Garten« von birgit unterholzner (text) und leonora leitl (illustration) ist – so steht es in der widmung – ein buch »für alle Enkel und deren Großväter«. wie gut, dass wir letzlich alle enkelkinder sind. so ist es ein buch für jede_n von uns. um das meschenwesen-tlichste geht es darin schließlich auch, um die menschlichkeit. um zuneigung. um liebe. um die innige verbundenheit zwischen einem kind und seinem opa. ein buch über die freude aneinander, über das für-einander-da-sein; und über fürsorglichkeit auch. denn dieser opa ist dement, »ein bisschen aus dem Takt«, wie es im buch heißt.



wie assoziativ aneinandergereihte kleinen szenen, die exemplarisch manifestationsweisen der krankheit ins licht rücken, nehmen formal das perforierte verstehen der welt auf und entwerfen ein feinnerviges bild vom kosmos, in dem sich der opa bewegt. ganz leise schleicht sich da beim großen, beim erwachsenen leser-enkel unweigerlich ein gefühl der beunruhigung, der bedrücktheit, der traurigkeit ein. der kleine leser-enkel erahnt sie vielleicht auch, aber für ihn bestimmen heiterkeit und beschwingtheit wohl den grundton der erzählung. das liegt zum einen gewiss an den fröhlichen doppelseitigen illustrationen, die ihrerseits durch die eingesetzte mischtechnik und den teilweise recht unterschiedlichen charakter der einzelnen blätter so vielgestaltig sind wie das verhalten des opas selbst.



zum anderen nimmt die gewählte perspektive, von der aus erzählt wird, der demenz-thematik die schwere. es ist nämlich fido, das kind, durch dessen egalitären, wertfreien blick wir den opa sehen. zwei menschen, die nicht nur auf derselben wellenlänge, sondern gewissermaßen auch auf einer ähnlichen wahrnehmungsebene, auf einer vergleichbaren weltverstehenshöhe sind. dass fidos weltwissen wächst und wächst, während der opa immer orientierungsloser wird, lässt sich zwischen den zeilen herauslesen. die wundervolle verbindung zwischen den beiden bleibt davon aber unversehrt. es sind bloß die rollen, die aufgaben, die sich ändern. »Es ist was es ist | sagt die Liebe«, wie es bei erich fried so liebe-voll heißt.

und wir, wir lieben das buch. weil es ist, wie es ist. und so viel ist dabei. berührend, schön, ernst, lustig, herzlich, leise, lebensbejahend, voller poesie. wärmste leseempfehlung.





ich danke dem picus-verlag fürs freundliche zurverüfungstellen eines rezensionsexemplars.